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Barocker Ortskern in Nottuln

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Bronzeskulptur Johann-Konrad Schlaun, dem Barockbaumeister der den Nottulner Ortkern entworfen hatNottulns barocker Ortskern wurde nach Plänen Westfalens größtem Barockbaumeister Johann Conrad Schlaun gebaut. Ein Ensemble barocker Kuriengebäude, gruppiert um den Stiftsplatz vor der spätgotischen Hallenkirche St. Martinus sowie eine barocke Gesamtplanung des Ortskern, kennzeichnet bis heute Nottuln.
 

  • Die Kurie der Familie von Ketteler auf Harkotten mit dem vom Vorgängerbau übernommenen Wappen über dem Eingang.
     
  • Die Kurie von der Reck zu Steinfurt, die mittlere der Trias am Nonnenbach, ist ein schlichter, massiger Sandsteinbau mit barocker Innenausstattung, der heute von der Gemeindeverwaltung genutzt wird. Besonders in der massigen Werksteinfront aus Baumberger Sandstein von sieben Achsen wird der Anspruch der Nottulner Stiftsherrlichkeit deutlich. Das wappengekrönte Portal in der Mittelachse ist nur über eine kleine Nonnenbachbrücke erreichbar. Die Innenausstattung, insbesondere die Treppengeländer und Wandvertäfelungen entsprechen deutlich den Entwürfen Schlauns für Rüschhaus und Clemenswerth. Das wunderschöne Äbtissinnenzimmer dient heute vorrangig als Besprechungs- und Trauzimmer.
     
  • Kurie von der Reck, heute Sitz der Gemeindeverwaltung
    Der Kurie der Familie von Droste zu Senden von 1749 ist durch seine Proportionierung und geschickte Verwendung von Ziegelmauerwerk mit Werkstein eine gewisse Leichtigkeit eigen.
     
  • Im östlichen Bereich der Stiftsstraße lag der Verwaltungs- und Sozialbereich des alten Stiftes Nottuln. Schon im Herbst 1748 war als Verwaltungszentrum für den Amtmann des Stiftes die Alte Amtmannei errichtet worden. Das ursprünglich nur eingeschossige Haus wurde 1784 von Schlauns Schüler Boner durch ein zweites Geschoss mit einem großen Dach darüber erweitert. Die Amtmannei ist der architektonische Eckpfeiler des barocken Ortskern im Osten und dominierend für die untere Stiftsstraße. Das Haus ist heute Kulturzentrum der Gemeinde - die hier unter anderem stattfindenden schon traditionellen Kurienkonzerte sind regional und überregional bekannt. (Der Konzertsaal ist nicht barrierefrei zu erreichen!)
     
  • Die Aschebergsche Kurie ist der reinste Schlaun-Bau in Nottuln mit seinem eindrucksvollen Portal und seiner schönen Gliederung. Die siebenachsige Front des 1750 errichteten Gebäudes mit besonderer Betonung des wappenbekrönten Portals lebt vom Miteinander von Ziegelmauerwerk und Sandsteinwerkstück, aber auch von der gekonnten Mauertechnik.

     
  • Schlaundenkmal vor der Aschebergschen Kurie  Kulturzentrum Alte Amtmannei Nottuln
     
  • Der Bau der wunderschönen gotischen Hallenkirche St. Martin begann im Jahr 1489. Sie wurde nach dem "Großen Brand" von 1748 nach J.C. Schlauns Entwürfen repariert. Dabei erhielt sie 1750 ihr neues Walmdach, übrigens eine Notkonstruktion, die bis heute hält, sodann die schöne Barockhaube von den Zimmerleuten Thewes und Doerenthal aus Hamm und Werl. Schlaun hat sie entworfen und diese "welsche Haube" mit Kuppel und Laterne ist heute in der hügeligen Landschaft der Baumberge ein weithin sichtbares, individuelles Erkennungszeichen und bleibt den vielen Touristen, die auch Nottulns gute Gastronomie oder die älteste Blaudruckerei in NRW besuchen, in deutlicher Erinnerung.

    Blaudruckerei Kentrup,
    Kirchplatz 8,
    48301 Nottuln,
    Tel. 02502-9347:
    Öffnungszeiten: Mo., Di., Mi., u. Fr. 10-17.30 Uhr,   Sa. 10-13 Uhr.

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